Den gleichen Zweck hat ein cacheable Proxyserver für den Bereich des WWW. Der Proxyserver wird quasi als Vermittler vom Clienten benutzt, um HTML-Seiten aus dem Internet zu holen: Der Client wendet sich dazu an den Proxy und ,,sagt`` diesem die entsprechende URL. Der Proxy holt daraufhin die Seite, speichert sie in seinem Cache und gibt sie an den Client weiter. Sobald jetzt eine neue Anfrage (von dem ersten Client oder auch einem anderen) nach dieser betreffenden Seite an ihn gerichtet wird, prüft der Proxy, ob sich auf dem Ursprungsort der Seite inzwischen eine neuere Version des Dokumentes befindet. Ist dies der Fall, holt er die neue Seite, speichert sie wieder und gibt sie an den anfordernden Client weiter. Stimmt das Ursprungsdokument noch mit dem in seinem Cache überein, liefert er stattdessen letzteres an den Client [6].
Durch dieses Verfahren können Mehrfach-Übertragungen von identischen HTML-Seiten vermieden werden. Zudem ist der Zugriff auf eine Seite im lokalen Proxy-Cache meistens schneller als der auf die Ursprungsseite im WWW (sofern die Seite schon im Cache vorhanden ist). Daher ist in den Netscape-Browsern auf den Windows-Terminals im Rechenzentrum ein solcher Proxyserver des RZ vorkonfiguriert. Bitte verwenden Sie die Browser möglichst nur in Verbindung mit dem Proxyserver, Sie sparen dadurch wertvolle (weil knappe) Netzbandbreite ein!