Muffins, Affenkoteletts und ich warte

„Die Surrealität der Zeit und deren Geschwindigkeit, bleibt ein Rätsel für sich.“ Ich, anscheinend in einem weisen Moment.

Nach einer Stunde Aufenthalt am Frankfurter Haubtbahnhof, steige ich in den Zug über Mannheim und Saarbrücken bis an mein Ziel Paris Est. Nach einer Stärkung mit belegten Brötchen und heißer Schokolade, lässt meine Anspannung nach. Ich werde auf einmal ganz müde.
Doch schlafen kann ich nicht, etwas zu tun habe ich auch nicht, also habe ich Langeweile. Für eine kurze Zeit fallen mir dann doch die Augen zu, aber ich schlafe nicht. Als wir die Grenze überqueren, merke ich nochmal wie surreal mir das alles vorkommt. Ich werde gleich in Paris sein, mittlerweile in weniger als einer Stunde.
Die Minuten ziehen sich hin, Ewigkeiten vergehen, meine Aufregung kommt zurück.
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Ich nenne sie „weise Momente“, wenn man auf einmal etwas versteht, einem mit einem mal etwas klar wird, eine Tatsache verständlich wird. Mir wird auf einmal klar, dass ich einige Dinge dieser Welt nie verstehen werde, egal wie sehr ich mich bemühe, egal wie sehr ich es versuche.
Allerdings ändert auch dieser spontane Durchblick nichts daran, dass mir das hier alles zu lange dauert und ich endlich ankommen möchte. Ich bin eigentlich kein ungeduldiger Mensch, trotzdem brennt heute einiges mit mir durch. Ich fange wieder an zu nerven, aber auf die wirklich nervige Art, bis ich eine
Beschäftigung finde.
Ich will jetzt endlich etwas sehen, will aus diesem Zug raus und Entdecker spielen. Da wir Zeit und deren Geschwindigkeit nicht verstehen, geschweige denn beeinflussen können, bleibt  mir nichts anderes als zu warten.
Meine Sachen sind schon zusammen gepackt, meine Schuhe hab ich wieder an und die Jacke liegt griffbereit. Als es nur eine Viertelstunde dauert, wir durch die Vororte rauschen, bekomme ich Herzklopfen.
Und dann bin ich da.